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Linz, 15. März 2016

LAbg. Dr. Peter Csar, Landesvorsitzender GÖD OÖ: Milchmädchenrechnung von Neos NR-Abgeordneten Loacker ist beschämend


Presseaussendung: Milchmädchenrechnung von Neos NR-Abgeordneten Loacker ist beschämend

Mit großer Ahnungslosigkeit hat sich NR Abg. Gerald Loacker (NEOS) mit seinen abstrusen Berechnungen über Kosten, die er derzeit in den Medien platziert, ausgezeichnet. Loacker konstruiert dabei mit einer Milchmädchenrechnung insgesamt 650 Millionen Euro an Kosten, die durch eine 30 Minuten bezahlte Mittagspause aller Beamten jährlich verursacht werden würden. Seinen Recherchen zufolge hätte nur das Land Vorarlberg eine andere Regelung, wo keine Mittagspause bezahlt sei.

„Das ist frei erfunden und völliger Humbug,“ kontert Dr. Peter Csar von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst OÖ. Die Vielfalt des Öffentlichen Dienstes würde es gar nicht erlauben, dass über alle Berufsgruppen und Einsatzgebiete hinweg so eine Mittagspausenregelung angewendet würde.
„Nehmen Sie z.B. Lehrerinnen und Lehrer her. Wo und wie soll da bitte eine Mittagspause bezahlt werden? Die Bezahlung erfolgt hier ausschließlich nach den geleisteten Unterrichtsstunden. Oder nehmen Sie einen Polizisten. Glaubt Herr Loacker wirklich, dass sich die Einbrecher nach den Mittagspausenregelungen der Polizeibeamten richten? In Wirklichkeit müssen sich unsere Beamten zwischendurch einmal schnell eine Wurstsemmel kaufen, wenn es der Dienst gerade zulässt.“
Csar weist auch darauf hin, dass es selbst in der typischen Verwaltung ganz anders abläuft, als dies von Loacker dargestellt wird. „In der Oö. Landesverwaltung etwa sind wir fast flächendeckend mit elektronischen Stechuhren ausgestattet. Für die Mittagspause muss auf die Minute genau gestochen werden. Selbstverständlich muss jedes Dienstrecht individuell an die Erfordernisse des Betriebs angepasst werden. Ein Krankenhaus läuft anders als das Außenministerium. Da mit frei erfundenen Zahlen irgendwelche Durchschnittsberechnungen anzustellen, ist reiner Populismus,“ so Csar, der sich über die Uninformiertheit eines Nationalratsabgeordneten entsetzt zeigt.

Fakt ist, dass im Öffentlichen Dienst noch die gesetzliche 40-Stundenwoche Anwendung findet, währen in der Privatwirtschaft, die zu 95 % mit Kollektivvertragen ausgestattet ist, fast überall eine geringere Wochenarbeitszeit (meist 38 Stunden) festgelegt ist. „Wenn sich Herr Loacker also tatsächlich für eine völlige Gleichstellung in allen Bereichen einsetzen möchte, kann er diesbezüglich gerne eine parlamentarische Initiative setzen“, so Peter Csar abschließend.

Rückfragehinweis:
Dr. Peter Csar
0732/7720-11570
mailto:peter.csar@ooe.gv.at

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