GÖD Vorsitzender und ÖGB Vizepräsident Dr. Norbert Schnedl bekommt mit 95,9% mehr Stimmen als ÖGB Präsident Wolfgang Katzian (91,6%).

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Linz, 08. September 2007

Wir über uns

Der ÖGB-Kongress fand von 22. bis 24. Jänner 2007 in Wien statt und stand unter dem Motto "ÖGB NEU – Die menschliche Kraft". Mit großer Spannung wurden jene zukunftsweisenden Entscheidungen erwartet, die nach dem unverzeihlichen ÖGB-Debakel rund um den BAWAG-Skandal der Gewerkschaft wieder jenes Profil geben sollte, das uns so wie in der Vergangenheit auch für die Zukunft berufliche und soziale Sicherheit garantiert.

Wir in der GÖD waren schon im Vorfeld maßgeblich daran beteiligt, inhaltlich notwendige Eckpunkte abzustecken und die dafür erforderlichen Beschlüsse auf breiter Basis vorzubereiten.

Im Knalleffekt der Wahlquerelen ging dann aber die wesentlichste Sachentscheidung dieser Reformtagung unter. Alle Fachgewerkschaften haben ab jetzt per Statut die Möglichkeit, sich als rechtsfähiger Zweigverein zu organisieren. Unser Ziel war und ist es schon seit Monaten, vor allem personell und finanziell mehr Transparenz, Kontrolle und Unabhängigkeit zum ÖGB zu bekommen. Und das ist uns auch eindrucksvoll gelungen.

Dass wir in der GÖD mit unserem Vorsitzenden Fritz Neugebauer in einer offensichtlich konzertierten Aktion der FSG dafür abgewählt wurde, letztlich erfolgreich für mehr Autonomie, Transparenz, Kontrolle und Rechtsfähigkeit der Fachgewerkschaften eingetreten zu sein, entlarvt jene im ÖGB, die gerne wieder im alten Trott weitergemacht hätten. Diese Abwahl nun auch noch als Demokratisierung – Zitat: "Der ÖGB ist bunter und lebendiger geworden!" - verteidigen zu wollen, zeugt von einem eher unterentwickelten Demokratieverständnis einer satten Mehrheit der ÖGB-Funktionäre und erinnert an längst vergangene Zeiten.
Die Wahrheit ist viel mehr, dass die GÖD mit Fritz Neugebauer an der Spitze vielen ein schwarzer Stachel im roten Fleisch ist. Ein starker ÖGB, der das Attribut NEU verdient, wird aber ohne GÖD und damit ohne Meinungsvielfalt und ohne echte Kontrolle weder zukunftsfähig noch glaubwürdig sein.

Umso wichtiger ist es festzuhalten, dass die GÖD am ÖGB-Kongress die wesentlichen Reformen sichergestellt hat. Neben dem neuen Statut mit autonomen Entwicklungsmöglichkeiten wird es mehr Frauen in Führungsgremien geben, finanzielle Transparenz und unabhängige Kontrollsysteme waren Bedingungen für diesen Neubeginn, das Gewerkschaftsmitglied wird im Sinne einer Basisorientierung in den Mittelpunkt gestellt und es wird neben einer Konzentration auf die gewerkschaftlichen Kernaufgaben auch eine Professionalisierung der Zielgruppenarbeit geben. Die GÖD wird diese Chancen nutzen, nicht um dem ÖGB zu schaden, sondern um die Gewerkschaftsbewegung im Sinne unserer Mitglieder insgesamt zu stärken und für die Zukunft fit zu machen.

Ich fordere Präsident Hundstorfer und FSG-Fraktionsvorsitzenden Haberzettl auf, die notwendigen Schritte für einen Wiederaufbau des stark angeschlagenen Vertrauensverhältnisses zu setzen. Es geht nicht um die Person Fritz Neugebauer oder irgend eine Einzelbefindlichkeit, aber ein gewisses Mindestmaß an demokratischer Kultur muss in einer pluralistischen und überparteilichen Gewerkschaftsbewegung vorausgesetzt werden können. Nur weil die GÖD erfolgreich Autonomie, Transparenz, Kontrolle und Rechtsfähigkeit durchgesetzt hat, kann ihr nicht so einfach das Vorschlagsrecht von der Mehrheit genommen werden. Ich fordere Akzeptanz dafür ein, dass jenseits von ideologischen Unterschieden die GÖD ihre Repräsentanten eigenständig wählen und in die Gremien entsenden kann.

Der jetzt eingeschlagene Weg der GÖD in einen Zweigverein zeigt in eine moderne und sichere gewerkschaftliche Zukunft. Wichtig sind, und das hat sich auch am ÖGB-Kongress wieder gezeigt, die Positionen und Visionen aus Oberösterreich. Das, was wir in der GÖD Oberösterreich schon seit Monaten gefordert haben, hat sich - auch wenn es manchem im ÖGB als unangenehm und vor allem als unbequem erscheinen möge - als vernünftig, notwendig und richtig herausgestellt.

Ich kann Ihnen mein Versprechen geben, dass wir, die Verantwortungsträger in der GÖD Oberösterreich, diesen Weg auch weiterhin für unsere Gewerkschaftsmitglieder gehen werden. Und wir werden jetzt dafür sorgen, dass die gefassten Beschlüsse und der Weg in die Eigenständigkeit nachhaltig umgesetzt werden.

An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen, mich ganz persönlich bei Ihnen allen für die vielen konstruktiven Gedanken, Ideen, Vorschläge, vor allem aber für das Vertrauen und Wohlwollen, für die Unterstützung und Aufbruchstimmung, die wir jetzt so notwendig brauchen, zu bedanken.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein herzliches gewerkschaftliches „Glück auf“!

Paul Kimberger

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