GÖD Vorsitzender Norbert Schnedl will zeitnahe Gehaltsverhandlungen und die besonderen Belastungen für öffentlch Bedienstete abgegolten haben.

Menu

Neuigkeiten

Linz, 04. Dezember 2011

2. Verhandlungsrunde für Gehaltserhöhungen 2012 abgebrochen - Gehaltsangebot vorenthalten - Vorinformation zur dritten Verhandlungsrunde


Die zweite Verhandlungsrunde zu den Beamten-Gehältern ist am Samstag nach nur rund drei Stunden ohne Ergebnis abgebrochen worden. GÖD-Chef Fritz Neugebauer zeigte sich empört darüber, dass von Regierungsseite eine Erhöhung unter der Inflationsrate in Aussicht gestellt worden sei.

Die Verhandlungen zu den Beamten-Gehältern sind laut den verhandelnden Gewerkschaften am Samstagnachmittag einvernehmlich beendet worden. Beide Seiten wollen einen raschen Termin für die dritte Verhandlungsrunde kommende Woche finden, hieß es zur APA.

Vorsitzender Fritz Neugebauer ist übrigens erst am Dienstag Abend (8. November 2011) auf dem 16. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) mit 85,6 Prozent der Delegiertenstimmen als GÖD-Vorsitzender wiedergewählt worden. Der 67-jährige Christgewerkschafter erreichte damit um fünf Prozentpunkte mehr als 2006, als er auf 80,6 Prozent gekommen war. Gegenüber der APA bezeichnete er seine Wiederwahl, womit der seit 1997 amtierende GÖD-Chef seine vierte, fünfjährige Amtszeit antritt, als "großen Auftrag".

Der brilliant organisierte Kongress wurde dadurch gestärkt, dass der Absetzungsbescheid gegen Kollege Edmund Entacher, der vom Verteidigungsminister abgesetzt worden war, als rechtswidrig aufgehoben wurde - dies mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz. Natürlich spielte die Ankündigung seiner Wiederwahl (Fritz Neugebauers) und die Gehaltsforderungen mit eine Rolle während des Kongresses.

Firtz Neugebauer und mit ihm alle Funktionärinnen und Funktionäre gehen somit mehr als nur gestärkt aus dem Kongress und unterstreichen besonders die Gehaltsvorstellungen der GÖD für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Abschlüsse der Jahre 2011 und 2010 (siehe hier) mit größtmöglicher Umsicht - vor allem auch von Seiten der Gewerkschaft - erfolgt sind.

Text der GÖD-Aussendung vom 12. November 2012:

Kein Gehaltsangebot für 2012!

Die Bundesregierung, vertreten durch die Bundesministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Dr. Maria Fekter, hat den Gewerkschaften der öffentlichen
Dienste unter Verhandlungsleitung von Fritz Neugebauer (GÖD) und Ing. Christian
Meidlinger (GdG/KMSfB) kein Angebot zur Erhöhung der Gehälter vorgelegt.

Die Bundesregierung ist nicht gewillt, die Inflation abzugelten!

Sogar die Vereinbarung, wonach Basis für Gehaltsverhandlungen abgerechnete
Zeiträume sind, wurde in Frage gestellt. Dies bedeutet eine Änderung der seit Jahren praktizierten Vorgangsweise, die Regierung wechselt quasi das Pferd im Galopp!

Die Politik hat es verabsäumt, funktionierende Rahmenbedingungen für den
Banken- und Finanzsektor aufzustellen. Die öffentlich Bediensteten haben die
Krise nicht verursacht, sie können daher auch nicht die Lastenträger sein!

In diesem Sinne waren auch die Ausführungen des Herrn Bundespräsidenten
Dr. Heinz Fischer beim 16. GÖD-Bundeskongress: Angesichts der europäischen
Finanzkrise müsse die Staatsverschuldung reduziert werden, aber nicht auf Kosten „der ArbeitnehmerInnen und der öffentlich Bediensteten“.

Die Qualität des öffentlichen Dienstes sichert den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Kaufkraftstärkung aller ArbeitnehmerInnen ist der Konjunkturmotor schlechthin!

Die Gewerkschaften halten fest:
Wir verlangen einen Reallohnzuwachs für alle Kolleginnen und Kollegen!
Die Forderung von 4,65% bleibt aufrecht.
Der nächste Verhandlungstermin wird kommende Woche vereinbart.

Mit kollegialen Grüßen
Neugebauer, Dr. Gloss, Holzer, Dr. Freiler,
Gabriel, Mag. Korecky, Dr. Schnedl, Gruber, Aiglsperger

zurück ...


 
Website 
Security Test