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Linz, 15. Juli 2011

Bundesvorsitzender Paul Kimberger fordert den Bachelor für alle im Dienst stehenden Lehrer


Heftige Diskussion um Bachelor für alle Lehrer im Schuldienst

Soll ein einwöchiger Sommerkurs mit einfacher wissenschaftlicher Arbeit genügen, damit langjährige Lehrer den akademischen Grad Bachelor bekommen? Die Lehrergewerkschaft meint Ja, Bildungsministerium und Pädagogische Hochschulen sind dagegen.

Die Lehrerbildung NEU wird auch für alle Volks- und Hauptschullehrer, die seit Jahren unterrichten und ihre Ausbildung noch ohne akademischen Grad abgeschlossen haben, gravierende Änderungen bringen. Ihnen soll es deutlich erleichtert werden, einen Bachelor-Abschluss nachzuholen.

Seit der Umwandlung der Pädagogischen Akademien in Hochschulen (im Herbst 2007) schließen Volks- und Hauptschullehrer ihre Ausbildung mit einem Bachelor ab. Alle vorherigen Studenten verließen die Pädak ohne akademischen Grad. Diese Lehrer „upzugraden“, also aufzuwerten, ist gemeinsames Ziel von Bildungsministerium, Hochschulen und Lehrergewerkschaft. In der Frage, was die Lehrer dafür leisten müssen, gehen die Ansichten aber auseinander.

Paul Kimberger, Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft will, dass den Lehrern neben ihrer Unterrichtspraxis auch alle Fortbildungen angerechnet werden. Zusätzlich sollten sie „einen einwöchigen Sommerkurs absolvieren, wo sie eine einfache wissenschaftliche Arbeit schreiben“ sagt Kimberger. Das würde reichen.

„Ein Bachelor wird nicht verschenkt“ entgegnet Josef Galley, Sprecher von Bildungsministerin Claudia Schmied (SP). Die Angelegenheit in einem einwöchigen Kurs abzuwickeln sei „indiskutabel.“ Ulrike Greiner, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich kann sich einen Bachelor nach einer Woche Sommerkurs ebenfalls nicht vorstellen. „Das reicht sicher nicht aus“ sagt Greiner. Auch könne „nicht jede kleine Fortbildung“ angerechnet werden. „Das müssen schon umfassende, hochschulische Fortbildungen sein, die mindestens 50 Stunden umfassen“ sagt Greiner. Berufserfahrung solle jedenfalls zählen.

Umsetzung Sommer 2012

Während um das Wie noch heftig gerungen wird, laufen zwischen allen Beteiligten intensive Verhandlungen, denn die Zeit drängt. Das Ministerium will bereits nächsten Sommer mit der Umsetzung beginnen. Dann sollten die Pädagogischen Hochschulen für den Ansturm von Lehrern, die sich „upgraden“ wollen, gerüstet sein.

Dass es zu einem Ansturm kommt ist für Kimberger gewiss: „Wir haben erhoben, dass sich bis zu 70 Prozent aller Pflichtschullehrer sofort upgraden wollen.“ Österreichweit wären das etwa 40.000, allein in Oberösterreich rund 6000 Volks- und Hauptschullehrer.

Bachelor: Uni-Erstabschluss

• In Österreich sind rund 90 Prozent aller Studiengänge auf die neue Studienarchitektur umgestellt: Diese sieht ein mindestens dreijähriges Bachelor-Studium vor, an das ein Masterstudium angeschlossen werden kann.

• Der Bachelor ist ein akademischer Erstabschluss, stößt aber in der Wirtschaft auf Akzeptanzprobleme. Mehr als vier Fünftel der Absolventen studieren daher gleich in einem Masterstudium weiter.

• Vor der Umstellung auf das neue System musste bis zum Erstabschluss mit dem Magister ein mindestens vierjähriges Studium, gegliedert in zwei Studienabschnitte, absolviert werden.

• Die neue Studienarchitektur ist Teil des Bologna-Prozesses: 1999 beschlossen europäische Länder in Bologna die Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraums mit vergleichbaren Abschlüssen.

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