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Linz, 02. November 2011

Österreich sparte am stärksten seine Beamten ein


Österreich hat in den vergangenen Jahren seinen Beamtenstand im Vergleich mit den OECD-Ländern am stärksten verkleinert. Das geht aus dem am Freitag publizierten OECD-Bericht "Regierung auf einen Blick" hervor. Gesamt betrachtet zeige sich, dass es nicht um "mehr oder weniger Staat" geht, sondern darum, ob die Verwaltung effizient arbeitet, hieß es in einer Presseaussendung.

Trotzdem konnte die GÖD OÖ ihre Mitgliederzahlen erhöhen

Trotz der kleiner werdenden Anzahl öffentlich Bediensteter auch in OÖ konnte die GÖD OÖ ihre Mitgliederzahlen erhöhen. Bis Juni 2011 konnten 271 neue Mitglieder gewonnen werden. Insgesamt betreut die GÖD OÖ 34.115 Mitglieder.

Österreichs Beamtenzahl im internationalen Vergleich

Österreich verringerte seinen Beamtenstand am stärksten, nämlich um 2,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent.

Im OECD-Durchschnitt sind 15 Prozent der Erwerbstätigen in der öffentlichen Verwaltung beschäftigt, im Jahr 2000 lag dieser Wert bei 15,2 Prozent. In Deutschland schrumpfte der Anteil der Staatsbediensteten zwischen Anfang des Jahrzehnts und 2008 von 11,1 auf 9,5 Prozent. In der Schweiz blieb die Beamtenquote mit knapp zehn Prozent im Vergleichszeitraum recht stabil. Eine Beamtenquote von nahezu einem Drittel haben die Länder Norwegen (29,3 Prozent), Dänemark (28,7 Prozent) und Schweden mit 26,2 Prozent. Sehr niedrig ist der Anteil etwa in Japan (6,7 Prozent). Einen ähnlichen Wert wie Österreich weist die Türkei mit 11,0 Prozent (2000: 9,4 Prozent) auf.

Aufgrund der Größe des öffentlichen Sektors liege man klar unter dem OECD-Schnitt; dies ist auch dadurch bedingt, dass nur 50 Prozent der Pensionierungen nachbesetzt wurden. In Österreich soll trotzdem allein der Bund bis zum Jahr 2015 2.112 Stellen einsparen. Dies entspreche rund 300 Mio. Euro (kumuliert).

Untersucht wurde von der OECD auch der Altersdurchschnitt der im öffentlichen Sektor Beschäftigten. Demnach sind in Österreich 32,5 Prozent 50 Jahre alt oder älter, in Deutschland sind es 42,2 Prozent. Die ältesten Beamten sitzen in Italien, wo fast die Hälfte über 50 Jahre alt ist (49,2 Prozent).

Staatsausgaben und Beamtenapparat hängen nicht mit einem Sanierungsbedarf eines Staates zusammen

Laut Studie zeigt sich generell, dass die Höhe der Staatsausgaben oder die Größe des Beamtenapparates nicht mit dem Sanierungsbedarf zusammenhängen. In Dänemark oder Schweden etwa seien die Staatskassen gut gefüllt, obwohl beide Länder überdurchschnittlich viele Beamte beschäftigen und die Staatsquote am BIP weit über 50 Prozent liege. Umgekehrt weise Polen mäßige Staatsausgaben und eine kleine Beamtenschaft, aber ein beträchtliches Haushaltsdefizit auf. OECD-Generalsekretär Angel Gurria erklärte deshalb: "Es geht nicht um mehr oder weniger Staat. Es geht darum, dass die Regierungen effizient arbeiten." Der umfangreiche Report enthält knapp 60 Indikatoren und soll den Verwaltungen helfen, ihre Spar- und Reformbeschlüsse mit Daten zu untermauern.

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