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Linz, 23. November 2008

Si vis pacem, para iustitiam!

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, es ist sicherlich ein Wagnis, den Inhalt des weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannten Universitätsprofessors der Universität Wien zusammenzufassen; nichtstestotrotz möchte ich mich dem Versuch stellen, um die Zusammenhänge der Folien für den interessierten Leser verständlicher zu machen.

Die obige Ableitung des lateinischen Ausrufes "Si vis pacem, para bellum" (Willst du Frieden, bereite dich für den Krieg [vor]!), stellt den zentralen Begriff des Vortrages von Professor Zulehner in den Mittelpunkt: Gerechtigkeit.

Die Freiheit ist ein zentraler Begriff der Europäischen Geschichte und gehört zu den Grundrechten des Menschen. Allerdings ist die Freiheit steten Bedrohungen durch Totalitarismen (z. B. durch Faschismus und Kommunismus) ausgesetzt. Dadurch kommt es zur Abkoppelung der Gerechtigkeit.

"Man muss der Freiheit immer Gerechtigkeit abringen", so die Kernaussage von Professor Zulehner. Die alte soziale Frage stellte sich mit der Erfindung der Dampfmaschine und den ungebremsten Freiheiten für die Fabriksbesitzer. Marxistische und liberalistische Ideologien versuchten die Gerechtigkeit wieder herzustellen.

Erst der Sozialstaat konnte durch organisierte Solidarität zumindest für die großen Risiken (Altern, Krankheit, Arbeitslosigkeit) Ausgleich schaffen.

Die neue soziale Frage stellt sich seit der Erfindung des Microchips, da sie zu ungebremsten Freiheiten für Finanzmärkte und internationalen Großkonzernen führte. Und wiederum sorgt die einseitige Freiheit für Ungerechtigkeit, wie die wachsende Zahl der Modernisierungsverlierer beweist.

Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang bedeutet, dass es mehr Solidarität in Europa braucht. Die einseitige monitäre Globalisierung sollte um die Globalisierung der Gerechtigkeit erweitert werden. Die dafür notwendige Balance kann durch die ökosoziale Marktwirtschaft hergestellt werden.

Als große gesellschaftliche Herausforderung sieht Professor Zulehner die Optimierung der Freiheit und der Gerechtigkeit. Dazu bedarf es der Schaffung individueller Freiheitskompetenz. Es herrsche derzeit eine große Bereitschaft zur Unterwerfung, wie Studien und aktuell die letzten Wahlen belegen.

Eine der Ursachen liegt darin, dass die Lebensrisiken steigen, die allzu gerne an Starke (Populisten) abgegeben werden.

Die Gerechtigkeitskompetenz wird von den Menschen als Solidarität hoch eingeschätzt, hat aber nur eine geringe Reichweite, da sie durch diffuse Ängste nicht gelebt werden kann. Diese Ängste sind die Ursache für Unfreiheit und Unsolidarität.

Angst läßt sich nur heilen und dafür ist Spiritualität gefragt als heilende Religion (nicht moralisierende!).

Professor Zulehner hat als Einleitung zu seinem Vortrag uns noch einen kleinen animierten Film des NDR mit dem vielsagenden Titel "Bankenkrise" gezeigt, den wir selbstverständlich auch zur Verfügung stellen. Abspielbar ist dieser Film mit dem Windows Media Player.

Auf inspirierende Zeilen für alle hoffend, zeichnet
Peter Fürhapper, Sekretär





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