Der Gehaltsabschluss in OÖ ist durchgesetzt! Bis 3400 Euro ein Gehaltsplus von 2,33 %, darüber hinaus staffelwirksamer Fixbetrag von € 79,20.

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Neuigkeiten

Linz, 28. November 2017

Presseaussendung der GÖD OÖ vom 27.11.2017


Im Anhang finden Sie eine Presseaussendung der GÖD OÖ als Reaktion auf eine Presseaussendung der Industrieellenvereinigung OÖ:

Verhaltensauffällige Zurufe der Industriellenvereinigung zu Gehaltsverhandlungen sind entbehrlich.

Mit Verwunderung werden seitens der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst die Zurufe der IV in deren Presseaussendung vom 27.11.2017 zu den Gehaltsverhandlungen des Landes OÖ zur Kenntnis genommen. Darin meint man, dass sich der Gehaltsabschluss für die Landes- und Gemeindebediensteten nicht an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern an der Finanzsituation des Landes orientierten müsste.

Ein größerer volkswirtschaftlicher Unsinn ist in dieser Frage schon lange nicht mehr publiziert worden und dieser kann nur auf ein gerütteltes Maß an Unkenntnis und Arroganz zurückgeführt werden. Faktum ist, dass das Gros der Mitarbeiter/innen im Öffentlichen Dienst mit ihren Gehältern hinter der Privatwirtschaft nachhinkt. Die Einstiegsgehälter von Facharbeitern im Landesdienst liegen bis zu 25 % unter dem Einkommensniveau am privaten Sektor. Demzufolge leidet der öffentliche Sektor bereits unter argen Rekrutierungsproblemen. Im Mangament liegen die Einkommensunterschiede sowieso beim X-fachen.

Im Oö. Landesdienst wurde In den letzten 5 Jahren bei wachsenden Aufgabenstellungen – Flüchtlingskrise, Mindestsicherung, Gesetzesflut – der Personalstand um 8 Prozent reduziert und es wurden ausschließlich äußerst zurückhaltende Gehaltsrunden, darunter auch eine Nulllohnrunde paktiert. Der Öffentliche Dienst hat in Wahrheit die von bestimmten spekulierenden Wirtschaftsbonzen verursachte Wirtschafts- und Finanzkrise bereits über 10 Jahre hinweg auslöffeln können; das gilt auch für viele aufrichtige Gewerbebetriebe, die unter dieser Situation unschuldig gelitten haben! Nun im Moment des breiten wirtschaftlichen Aufschwungs den tausenden Bezieherinnen und Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen im Öffentlichen Sektor auszurichten, sie sollten Gehaltseinbußen hinnehmen, weil sie ohnedies einen sicheren Job hätten, ist zynisch und einer Interessensvertretung, die sich als Teil der Sozialpartnerschaft verstehen will, unwürdig.

Die Industrieellenvereinigung redet unter anderem auch von der Herausforderung der Digitalisierung, die von der Wirtschaft angegangen werden soll. Dabei wird ignoriert, dass das Land mit einer Millionenspritze diese Digitalisierung nicht nur stützt sondern initiiert! Die Landes- und Gemeindebediensteten werden aber auch für die Finanzierung dieser Wirtschaftsmillionen zur Kasse gebeten werden.

Es ist den Vertretern der IV unbenommen, zum Gehaltsabschluss im Öffentlichen Dienst eine private Meinung zu haben. Die sollte sie aber auch in diesem Rahmen belassen.

GÖD-Vorsitzender Dr. Peter Csar: „Ich bin mir sicher, dass die arbeitende Bevölkerung in Oberösterreich diesen Frontalangriff der IV gegen die Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes richtig einzuschätzen weiß. Damit hat die IV für sich und ihre Mitglieder wirklich keinen guten Dienst erwiesen. Man kann alles übertreiben und das hat die IV bzw. Herr Generalsekretär Heindl-Grutsch mit dieser unsachlichen Kritik gemacht.“

Rückfragehinweis:
Dr. Peter Csar
Tel. 0664/1449582

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